Station 7: Eichen auf der Schütt

DSCF1195
Offener Eichen-Föhren-Wald auf flachgründigem Standort

Der Flur-Name „Schütt“ deutet ja schon darauf hin – hier ist es richtig steinig! Mit den extrem flachgründigen und trockenen Bedingungen kommen Eichen und Föhren am besten zu Recht. Die Buche beispielsweise ist viel zu anspruchsvoll, um hier überleben zu können. 

Das typische Bild eines alten Naturwaldes mit großen Bäumen und dicken Stämmen werden wir in der Schütt nicht finden können. Auf den mageren Standorten sind Stammdurchmesser von ein paar Dezimetern wohl das Maximum, das ein Baum erreichen kann. Das reichliche Totholz zeigt aber, dass es sich trotzdem um einen alten Wald handelt, der ökologisch sehr hochwertig ist! Totholz, also alte abgestorbene Bäume, sowohl stehend als auch liegend, haben eine enorme Bedeutung als Lebensraum für eine ganze Reihe an spezialisierten Tierarten. Dass der Specht gerne im Totholz klopft ist wohl bekannt – aber wusstest Du, dass in einer einzigen alten Eiche über 1.000 verschiedene Arten wohnen können. Viele Pilze, seltene Käfer, Ameisen und andere Insekten zählen dazu – aber auch Säugetiere, wie Siebenschläfer oder Fledermäuse nutzen den Höhlenreichtum alter toter Bäume. In unseren Wirtschaftswäldern ist meist kein Platz für tote Bäume – naturnahe Wälder sind daher leicht am Vorhandensein von Totholz zu erkennen!

In den folgenden Boxen findest du Kurzporträts von charakteristischen Baumarten des gebietstypischen Eichenwaldes, sowie Hintergründe zur Bedeutung des Totholzes in naturnahen Wäldern.

Download Koordinaten Files: