Station 2 – Für immer jung!

Fluss  

Was zeichnet einen natürlichen Fluss aus? Seine Lebendigkeit! Durch die Dynamik und Kraft fließenden Wassers wird der Lauf eines nicht verbauten Flusses, sein Bett und seine Uferbereiche ständig umgestaltet.

So schrecklich ein Hochwasser für die menschlichen und tierischen Anwohner eines Flusses sein kann, so wichtig ist es für die Ökologie des Fließgewässers im Gesamten. Durch die Kraft des Hochwassers werden Ufer unterspült, Uferwände angerissen und neue Schotterbänke aufgeworfen. Im Extremfall, wie dem Hochwasser im Jahre 2002, gibt es riesige Umlagerungen, Aufweitungen und sogar Neugestaltungen ganzer Nebenarme. Was entsteht sind frische, junge Lebensräume, die von neuem besiedelt werden können. Die Strukturvielfalt im Fluss, von seicht überströmten Stellen bis zu tiefen Kolken, ist wesentlich für den Einstand von Fischen in ihren verschiedenen Altersstadien und die Besiedelung mit Kleinlebewesen, wie Insektenlarven, Wasserkäfern oder Kleinkrebsen. Totholz von umgerissen Uferbäumen wird auch im Wasser von einer Vielzahl von Tierarten besiedelt und vergrößert das Lebensraumangebot im Fließgewässer. Uferanrisse mit stehenden Lehm- oder Erdwänden dienen dem Eisvogel als Brutplatz. Verlandende Neben- und Altarme können von Amphibien, wie dem Laubfrosch bewohnt werden.

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