Biber

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  • Erscheinungsbild: Gesamtlänge bis 135 cm. Größtes heimisches Nagetier. Braunes, sehr dichtes Fell (bis zu 23.000 Haare pro Quadratzentimeter). Gedrungener Körperbau mit kleinen Vorderpfoten und größeren Hinterbeinen mit Schwimmhäuten zwischen den Zehen. Schuppenbedeckter, abgeplatteter Schwanz (Kelle)! Orange-braune selbstschärfende, ständig nachwachsende Nagezähne.
  • Lebensraum: In den letzten Jahren wieder zunehmende Verbreitung an größeren Bächen und Flüssen.
  • Lebensweise: Der Biber ist ein reiner Vegetarier, der eine Vielzahl an Pflanzenarten (Blätter, Kräuter, Gräser, Wurzeln etc.) als Nahrung nutzt, Zweige und Rinde der Bäume stellen die Winternahrung dar. Der Biber ist vorwiegend nachtaktiv, wobei er mancherorts durchaus auch am Tage angetroffen werden kann. Der Biberbau wird am Kamp hauptsächlich in den Uferböschungen angelegt. Alleinstehende richtige Biberburgen gibt es nur in Gebieten gebaut, wo der Grundwasserspiegel so hoch steht, dass kein Erdbau möglich ist.  Biberdämme, die kunstvoll gebaut, den ganzen Fluss aufstauen können, werden nur dann angelegt, wenn die Wassertiefe des Fließgewässers zu niedrig ist, um die Eingänge zum Bau aus Schutzgründen unter Wasser zu halten.
  • Gefährdung/Schutz: Gemäß der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Natura 2000) ist der Biber eine EU-weit geschützte Art.
  • Wissenswertes: Die Biberfamilie, die als eine der wenigen im heimischen Tierreich aus Eltern mit zwei Generationen von liebevoll umsorgten Kindern zusammenlebt, bewohnt ein fixes Revier, das gegen andere Biber intensiv verteidigt wird. Mit einem markantem Duftstoff werden an vielen Plätzen am Ufer Marken gesetzt, die vorbeiziehenden Bibern verdeutlichen, wer hier das Sagen hat. Die Drüse, die den Duftstoff erzeugt, war übrigens ein Hauptgrund (neben der Nutzung des Biberfells) für die Ausrottung des Wassernagers in weiten Teilen Europas. Das „Bibergeil“ galt als Wundermittel. Zudem wurde der Biber auch als Fastenspeise verzehrt. Aufgrund seiner Lebensweise im Wasser und des schuppigen Schwanzes wurde er von der katholischen Kirche kurzerhand zum Fisch erklärt.

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